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Far Cry 5 mit Shadow -  Der erste Härtetest in einer wunderschönen Landschaft

Far Cry 5 mit Shadow - Der erste Härtetest in einer wunderschönen Landschaft

Für meinen ersten Test mit Shadow habe ich mir Far Cry 5 ausgesucht. Mit hohen Systemanforderungen und schöner Grafik, ist das der perfekte Härtetest für den Cloud Based Gaming Service.

27. September 2018 zuvor veröffentlicht

Mein Setup mit Shadow

Wie in meinem letzten Eintrag erwähnt, läuft Shadow auf meinem alten Laptop. Mit einem Intel Core i3 und einem Standard Radeon Graphics Chip ist dieser nicht wirklich das Gelbe vom Ei, hat aber in Sachen Streaming immer treue Dienste geleistet. Und genau darum geht es ja bei Shadow: Einem veralteten Computer durch Cloud Computing unter die Arme zu greifen. Glücklicherweise sitze ich hier in Frankfurt auch an einer starken Leitung, sodass ich meine Bandbreite auf 40 Mb/s einstellen konnte. Seltsamerweise hat der automatische Breitbandtest mir immer eine Verbindung von 30 Mb/s vorgeschlagen, nach einem kurzen Breitbandcheck im Internet habe ich mich dann aber für die 40 Mb/s entschieden, und die Verbindung ist stabil geblieben. Wahrscheinlich möchte Shadow mit diesem Feature nicht über das Ziel hinausschießen und rät deswegen zur „sichereren“ Verbindungsgeschwindigkeit, die in jedem Fall gewährleistet ist. Wichtig hierbei ist zu erwähnen, dass ich selbstverständlich mit dem Ethernet Kabel an das Internet angeschlossen war. Zwar gibt es wirklich starke WLAN Router und dementsprechende Netze, aber das Kabel bietet hier einfach eine stärkere und stabilere Verbindung als das WLAN Signal.

Außerdem habe ich mir, als alter Konsolenspieler, ein Xbox One Gamepad besorgt und an meinen Computer angeschlossen. Nachdem der Computer den Controller in wenigen Sekunden installiert hat, war dieser auch für Shadow einsatzbereit, es wird nämlich keine zusätzliche Installation benötigt.

Weil Far Cry nicht nur optisch einiges zu bieten hat, sondern auch der Sound nicht zu verachten ist, habe ich meine Sennheiser Kopfhörer für diesen Test benutzt. Ein gutes Surround Sound Setup ist selbstverständlich etwas Feines, aber Headphones haben mir persönlich immer mehr Freude bereitet, und mich tiefer in die Welt eintauchen lassen.

Zu guter Letzt steht noch eine Yoshi-Figur bei mir auf dem Tisch, die mir bei der ein oder anderen Einstellung oder Spielpassage unterstützend zur Seite steht.

Jetzt habt Ihr ein schon mal ein Bild davon wie mein Setup aussieht, und was es kann.

In den sozialen Netzwerken und auf Discord haben viele unserer User auch schon Bilder von Ihren Battlestations veröffentlicht. Habt Ihr einen Favoriten? Schaut' bei unserem Discord vorbei und teilt uns Eure Erfahrungen mit.

Shadows' Stellschrauben

Da ihr ja schon wisst, wie und über welches Gerät ich Shadow nutze, geht es an die Feineinstellungen.

Meine Verbindung habe ich auf 40 Mb/s eingestellt, da es so für mich die stabilste Verbindung ergab. Als ich dann mal die 50 Mb/s Verbindung versucht habe, hat auch die relativ gut funktioniert. Es kam aber halt hin und wieder zu einem kurzen Ruckler, wenn man sich mal schnell umdreht, drei Feinde auf einen schießen und man gleichzeitig auf der Flucht vor einem Bären ist. In Far Cry ist halt Einiges los.

Bei Shadows' Videoeinstellungen habe ich mich für die automatische Auflösung entschieden, da ich damit in der Vergangenheit, bei anderen Spielen, eigentlich gute Erfahrungen gemacht habe, und Shadow hat auch eine gute Auflösung gewählt: 1600 x 900. Topp!

Mein Color Rendering hat keine Probleme bereitet, die Farben waren satt und gut „ausgeleuchtet“, sodass ich auf die Option des Alternativen Color Renderings verzichtet habe.

H265 war bei mir auch nicht notwendig da ich, wie mittlerweile alle wissen, an einer starken Internetleitung sitze. Gibt es jedoch Probleme mit der Bildqualität bei einer schwächeren Verbindung, sollte man H265 aktivieren, weil es die Internetverbindung entlastet und den Rechner mehr von der Arbeit machen lässt. Dass führt selbstverständlich zu einer erhöhten Belastung für den GPU.

Die Einstellungen unter dem Punkt „Diverses“ konnte ich ignorieren, weil man hier den Paketverlust von Audio und Input eindämmen kann, was in der Regel aber zu einer erhöhten Latenz führt. Meine Pakete haben den Weg jedoch gut überstanden, sodass ich keinen Grund hatte einzuschreiten.

In kommenden Tests werde ich Shadow auch mal von einer schwächeren Internetleitung aus starten und Euch berichten. Die Entwickler versprechen auf Ihrer Website einen flüssigen Spielverlauf bei bereits 15 Mb/s, empfohlen werden jedoch mindestens 20 Mb/s. Wir werden sehen.

In-Game Einstellungen von Far Cry 5

Jetzt sind wir bei der eigentlichen Berichterstattung angekommen. Nachdem alle allgemeinen Shadow Einstellungen festgelegt sind, geht es ans Eingemachte.

Die ersten Einstellungen, die ich mir genauer angesehen habe, waren die Grafikeinstellungen. Mir wurde direkt Shadows' Grafikkarte als eine NVIDIA GeForce G korrekt angezeigt. Darunter im Menü kann man die, von Shadow selbst festgelegte Bildschirmauflösung von 1600 x 900, noch einmal nachjustieren, sollte es nicht passen. Das war bei mir aber nicht notwendig.

Als nächster Punkt kam die Grafikqualität. Hier habe ich die Einstellungen sofort auf „Ultra“ gestellt, denn es soll ja so schön aussehen wie möglich. Das hat funktioniert. Aber das ist noch nicht alles: Als nächstes habe ich die Anti-Aliasing Einstellungen auf TAA, also die höchste Stufe gesetzt, um unscharfe Ecken und Kanten glatter wirken zu lassen. Die letzte Einstellung in Sachen Grafik ist, meiner Meinung nach, ein Muss: Die Bewegungsunschärfe. Die ist dafür verantwortlich, dass sich schnell bewegende Objekte ein wenig unscharf dargestellt werden, als würde man schnell daran vorbeifahren. Gerade wenn man ein Flugzeug fliegt oder mit einem ATV einen Truck verfolgt, hat sich diese Einstellung sehr bezahlt gemacht, da diese für einen flüssigeren Spielfluss gesorgt hat.

Die Farbeinstellungen habe ich links liegen gelassen, weil Kontrast, Helligkeit und Gamma, meiner Ansicht nach, gestimmt haben.

Bei den erweiterten Grafikeinstellungen habe ich anfangs mit der V-Sync Einstellung ein wenig experimentiert. V-Sync ist dazu da, um die Framerate an die Bildwiederholungsrate des Bildschirms anzupassen. Das hat die Framerate allerdings in den Keller fallen lassen. Als ich V-Sync dann wieder deaktiviert habe, ging es mit der Framerate wieder hoch.

Um meine Grafikeinstellungen nochmal zu testen, bevor es losgehen konnte, habe ich den Benchmarktest von Far Cry durchgeführt. Hier wird man von einer Helikopterkamera durch ein kleines Gebiet der Map geführt, in der gerade ein Kampf tobt, also viel Arbeit für die Grafikkarte.

Bei all dem konnte meine Framerate jedoch einen angenehm weichen Durchschnittswert von 60 fp/s erzielen. Dann kann's ja losgehen!

Far Cry in neuem Gewand

Wie in den vorherigen Far Cry Teilen, wird man auch hier wieder in den Kampf gegen eine militante Splittergruppe geworfen, und hat dabei ungewöhnlich viel mit dem charismatischen Anführer zu tun.

Auch der fünfte Teil der Serie hält an der bewährten Formel fest, und schickt uns dieses Mal in die Vereinigten Staaten von Amerika. In dem erfundenen Bezirk „Hope County“, im Bundesstaat Montana, treibt die Familie Seed, mit ihrer religiösen Gefolgschaft, ihr Unwesen.

Der Anführer, Joseph Seed, von jedem aber nur „der Vater“ genannt, hat es sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit seinen Anhängern zuerst den County, und dann den Bundesstaat zu übernehmen. Eine Art heiliger Krieg im Namen Gottes gegen den Rest der Welt.

Joseph zieht jedoch nicht alleine in den Kampf, seine Brüder Jacob und John kümmern sich um die Ausbildung der Kleinarmee, sowie um das öffentliche Auftreten der Gruppe, da zur Zeit noch alles unter einem Schleier der Legalität versteckt ist. Die Schwester Faith sorgt hingegen durch Drogenzufuhr dafür, dass die Arbeiter willenlos und gefügig gehalten werden.

Da noch alles legal ist, und noch nicht als Risiko für die nationale Sicherheit gesehen wird, wird unser Protagonist, ein US Marshall, an seinem ersten Tag mit einem Haftbefehl für den Anführer in die Höhle des Löwen geschickt. Der Anführer lässt die Verhaftung ruhig über sich ergehen, warnt uns jedoch davor, dass Gott es nicht zulassen wird, dass wir ihn seinen Anhängern wegnehmen.

Sobald wir Joseph in unseren Helikopter geladen haben, nimmt das Drama auch schon seinen Lauf. Die religiösen Fanatiker können einfach nicht mit ansehen wie ihr selbstgewählter Mesiah abtransportiert wird, attackieren den Helikopter, und verhindern so den Abtransport von Vater. Der Protagonist, von jedem nur liebevoll Rook genannt (kurz für Rookie), kann sich mit einem weiteren Marshall aus dem Heli befreien, und flüchtet erstmal vor den Peggies - so werden die religiösen Fanatiker im Spiel genannt. So weit so Far Cry.

Alles nur heiße Luft

 Für diejenigen unter Euch für die der fünfte Teil die erste Far Cry Erfahrung darstellt, wird Joseph Seeds Gerede abstoßend und schockierend klingen. Für Veteranen der Serie jedoch wirkt der Vater wie eine möchtegern Kopie von Vaas Montenegro aus dem dritten, oder Pagan Min aus dem vierten Teil.

Mit der Zeit wird einem erst so richtig bewusst, dass die Geschichte um die Sekte nie so richtig Fahrt aufnimmt. Natürlich gibt es hin und wieder storytechnische Highlights, doch sind diese eher rar gesät und werden von generischen Einheitsmissionen überschattet. Leider muss man hier sagen, dass das große Potential der Rahmenbedingungen nicht voll ausgenutzt wurde, was einen faden Beigeschmack mit sich bringt.

Nachdem ich mich jetzt genug über die Story ausgelassen habe, kommen wir zu etwas Positivem, der Grafik.

Es führt kein Weg dran vorbei: Far Cry 5 ist optisch beeindruckend, und bietet eine große und lebhafte Welt, in der man sich stundenlang verlieren kann. Die Zwischensequenzen setzen die Landschaft nochmal extra in Szene, und zeigen mit detaillierten Charakterdetails was die Dunia Engine taugt. Gerade hier konnte Shadow zeigen was es kann. Nicht nur optisch hat mir Far Cry imponiert, auch der Soundtrack und der Sound im allgemeinen war ein Highlight für mich.

Satte Klänge und gut gemachte Effekte haben die Landschaft Montanas nur umso lebhafter für mich erscheinen lassen. Auch hier hat Shadow 1-A performed! Die typischen Soundprobleme, wie gelegentliches „Kratzen“, oder ein Hinterherhängen des Sounds in hitzigen Situationen, habe ich bei meinem Playthrough nicht bemerkt. Shadow hat mich also optisch, sowie akustisch beeindruckt.

Und wie ist das Spiel so?

Das ich das Gameplay erst zu guter Letzt erwähne, sollte für Euch schon ein Zeichen sein.

Es ist auf keinen Fall schlecht, ganz im Gegenteil! Es ist genau das, was man Far Cry erwartet, aber mehr eben auch nicht. In Sachen Gameplay hat sich nämlich, zu den Vorgängern, so gut wie nichts verändert. Man greift immer noch auf ein umfangreiches Arsenal an Schlagwaffen, Pistolen, Gewehren und Sprengstoff zu, und arbeitet sich dann von Hotspot zu Hotspot durch die Map.

Wenn man mal nicht der Story folgen will, gibt es wieder zahlreiche Zeitfresser die einem die Langeweile vertreiben. Anders als bei den vorherigen Teilen, sind jetzt aber alle Nebenmissionen und Schatzsuchen an den Fortschritt den Spiels gekoppelt. Egal was man macht, man sammelt die benötigten Widerstandspunkte. Wenn man genug Punkte in einem Gebiet gesammelt hat, steht ein Bosskampf an. Innovation und neue Ideen sucht man hier leider vergebens.

Fazit zu Far Cry

Far Cry 5 erfindet das Rad nicht neu – dass muss es aber auch nicht. Die bewährte Formel sorgt noch immer für ca. 30 Stunden Spielspaß, vor einer wirklich traumhaft schönen Kulisse. Wenn man den Ärger über das liegengelassene Potential mal verdrängt hat, findet man ein gutes First Person Action RPG, dass wieder einmal sehr viel Spaß macht.

Wie hat Shadow performed?

Für mich war es eine großartige Erfahrung, nach langer Zeit mal wieder ein PC Spiel auf den höchsten Einstellungen spielen zu können. Ich war von der konstanten und butterweichen Framerate wirklich begeistert, und der Sound hat mich umgehauen.

Das Spielen mit dem Controller hat auch ohne Probleme funktioniert, und wirkte stets straff und responsive, sodass das Thema Latency kein Problem für mich dargestellt hat. Gerade bei einem First Person RPG wie Far Cry ist eine Eingabeverzögerung ein echter Spaßkiller, aber Shadow hat so funktioniert, als hätte ich den Super Rechner unterm Tisch stehen.

Der größte Kritikpunkt meines Reviews geht also an Far Cry, die einfach mehr aus dem fünften Teil hätten machen sollen. Shadow hat sich, in meinen Augen, nichts zu Schulden lassen kommen. Mit stabiler Framerate auf den höchsten Grafikeinstellungen hat der Cloud Based Service schon mal gut vorgelegt.

Ein mittelmäßiges Far Cry Spiel wurde, durch den von Shadow ermöglichten Spielspaß, auf höchsten Settings deutlich aufgewertet.

In Zukunft stehen auch noch Spiele wie Forza auf dem Programm, wo eine Latency noch weniger zu verschmerzen ist, als bei einem FPS, und die Grafikanforderungen auch nicht gerade von schlechten Eltern sind. Es bleibt also spannend.

Wie sind eure Erfahrungen mit Shadow bisher? Welches Spiel habt Ihr direkt nach dem Launch von Shadow gezockt? Benutzt ihr Shadow auch für was anderes, als Gaming?

Welche Spiele soll ich mir sonst noch vornehmen?

Teilt mir eure Erfahrungen, Wünsche und Eindrücke in den Comments mit.

Euer Max