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Zieht Euch warm an: 3 Schnee-Level in Videospielen

Zieht Euch warm an: 3 Schnee-Level in Videospielen

Winter spielt auch in Videospielen eine Rolle. Hier sind die Schneepasssagen die am besten in eiskalter Erinnerung geblieben sind.

14. Dezember 2018 zuvor veröffentlicht

Schnee kann im wirklichen Leben sehr schön sein. Kinder bauen Schneemänner und tragen Schneeballschlachten aus, während die ganze Welt wie von Puderzucker bedeckt zu sein scheint.

Und gerade weil Schnee in der Wirklichkeit so toll aussieht, habe ich mir Games rausgesucht, in denen die Schönheit des Winters fabelhaft dargestellt wird. Jetzt soll Shadow mal zeigen, ob er auch mit der Kälte klar kommt.

1. The Witcher 3 – Kaer Morhen

Screenshot The Witcher 3 - Snow

The Witcher 3 ist ein riesiges und wunderschönes Spiel, mit saftigen Anforderungen an CPU und Grafikkarte, also wie gemacht für Shadow. Wenn man also, wie ich es tat, die Grafikeinstellungen auf die höchste Stufe stellt, kommt man erst mal aus dem Staunen nicht mehr heraus. Eine unglaublich lebhafte, farbenfrohe und detaillierte Welt bietet sich uns dar, und wartet nur darauf erkundet zu werden.

Mir geht es heute aber um Schneelandschaften, deswegen möchte ich auf Kaer Morhen zu sprechen kommen. Die stattliche Festung am Fuße eines riesigen blauen Berges flößt einem schon ein wenig Respekt ein. Bedenkt man dann noch die bewegte Geschichte des Ortes, kann man nur ehrfürchtig davor stehen, und sich die Schlacht vor seinem inneren Auge vorstellen. Vor langer Zeit beheimatete Kaer Morhen nämlich die Wolfsschule der Witcher.

Durch Propaganda und allgemeines Misstrauen gegenüber den Witchern, wurden die Menschen mobilisiert, um dem Treiben auf der Festung ein Ende zu setzen. Kurzerhand wurde die Festung gestürmt, und die Bewohner, bis auf wenige Ausnahmen, getötet.

Screenshot 2 The Witcher 3 - Winter

Die Ruine ist seither unbewohnt und die Natur hat sich einen großen Teil zurückerobert. Unter der sanften Schneeschicht kann man noch Überreste des Kampfes entdecken, sowie ein paar kleine Hinweise dazu, wie die Schlacht ausgesehen hat.

Natürlich kommt es an diesem Schauplatz auch zu einem dramatischen Kampf in der Mission: Die Schlacht um Kaer Morhen.

Jedoch möchte ich auf eine Folgemission eingehen, die ebenfalls in der Burg stattfindet: Die Schneeballschlacht mit Ciri.

Geralt und seine Ziehtochter Ciri albern ein wenig herum, bis der erste Schneeball fliegt. Dies ist einer der wenigen Momente, in denen man Geralt von seiner menschlichen Seite erlebt. Mit großer Freude, ein paar lustigen Sprüchen, und viel Gelächter liefern sich Geralt und Ciri also eine Schneeballschlacht. Da es sich bei den beiden jedoch um Witcher handelt, spielt Magie natürlich auch eine kleine Rolle, sonst wäre es ja viel zu normal.

Kaer Morhen war für mich persönlich ein Highlight von The Witcher 3. Die traurige Geschichte, sowie die epische Schlacht um die Winterfestung sind mir bis heute sehr gut in Erinnerung geblieben. Was mir jedoch am besten gefallen hat war, dass man dem Protagonisten dabei zusieht wie er langsam aus seiner Schale kommt, und mit Ciri einfach Spaß hat. Gegenüber Skyrim, das ebenfalls sehr viel schneebedeckte Teile auf der Karte hat, hat es Witcher geschafft, Kaer Morhen episch und düster wirken zu lassen. Ein wahres Winter Wonderland.

2. Rise of the Tomb Raider

Rise of the Tomb Raider ist der zweite Eintrag der neuen Serie, und orientiert sich sehr viel mehr an den originalen Tomb Raider Titeln. Es gilt also wieder zahlreiche Rätsel zu lösen, steile Abhänge zu erklimmen, und sich an spektakulären Schauplätzen aufzuhalten. Dieses Mal verschlägt es Lara nach Sibirien, um die verlorene Stadt Kitesch zu finden, dort soll es angeblich eine Quelle der Unsterblichkeit geben. Auf der Reise durch die atemberaubende sibirische Wildnis muss Lara zahlreiche eingeschneite Berge erklimmen, durch hüfthohen Schnee stapfen, sowie die eine oder andere Gletscherhöhle erforschen.

Die Landschaft ist dabei so extrem detailliert, dass beim Release vor zwei Jahren, kaum ein Rechner mithalten konnte. Auch hier konnte ich wieder die Grafik auf die höchsten Einstellungen stellen, sodass die Foundation Engine wirklich zeigen konnte was in ihr steckt. Nicht nur die, von Schnee-gezeichnete Landschaft ist sehr gut animiert, auch Lara selbst hat ein deutliches Upgrade bekommen. Von den Gesichtsanimation bis hin zum Pferdeschwanz, ist Lara's Charaktermodell generalüberholt und verbessert worden.

Mit seiner wunderbar animierten sibirischen Landschaft ist Rise of the Tomb Raider eines der bestaussehenden Spiele seiner Zeit. Und auch ein paar Jahre später kann sich das Spiel noch sehen lassen. Ich habe kaum eine bessere Schneelandschaft gesehen.

3. Battlefield 5 – Nordlys Kampagne

In der Nordlys Kampagne von Battlefield 5 spielt man als die junge norwegische Widerstandskämpferin Solveig Bjørnstad, nachdem deren Mutter Astrid vergeblich versucht hat, mit einem britischen Kommando-Trupp, das örtliche Wasserwerk zu sabotieren. So sollten die Nazis daran gehindert werden, sogenanntes „Schweres Wasser“ zu exportieren. Die deutschen Truppen konnten den Anschlag jedoch vereiteln, und nehmen daraufhin die britischen Saboteure samt Astrid gefangen, und zwingen sie zur Zusammenarbeit. Solveig macht sich daraufhin auf den Weg, um Ihre Mutter zu befreien. Dafür muss sie sich durch den umwerfend schön animierten Winter Norwegens kämpfen. Auf der Suche nach Solveig's Mutter schleicht man sich möglichst leise in das angesprochene Kraftwerk, und kämpft sich nach und nach zu Astrid vor. Hat man die Mama erst einmal befreit, sabotiert das Mutter-Tochter-Gespann gemeinsam das Kraftwerk, und stiehlt streng geheime Dokumente, die Aufschluss über das mysteriöse „schwere Wasser“ geben sollen. Auf dem Weg aus dem Kraftwerk wird man jedoch von den Nazis auf der Brücke gestellt. In einem verzweifelten Versuch den norwegischen Widerstand am Leben zu erhalten, und die geheimen Dokumente vor den Deutschen zu bewahren, stößt Astrid Solveig samt der Dokumente die Brücke herunter.

Screenshot - Norway in Battlefield V

Als Solveig wieder zu sich kommt, findet sie sich in einem tosenden Schneesturm wieder, und muss sich schnell zu einem warmen Ort begeben, um am Leben zu bleiben. Dieser Part im Schneesturm ist optisch am beeindruckendsten! Der Schnee peitscht einem, mit ungeheurer Detailverliebtheit, ins Gesicht, und man sieht, wie sich der Schnee auf der Waffe sammelt. Um sich zu wärmen, stapft man durch den kniehohen Schnee in einer der wunderschönen Berglandschaften Norwegens. Die tanzenden Schatten des Mondlichts über der Eislandschaft sind ein wahrer Augenschmaus, genauso wie die verlassene Hütte an der man vorbeikommt, bis man  endlich ein Lager der Deutschen entdeckt. Während man noch die wunderbaren Lichteffekte des Feuers genießt, kommt es auch schon zum nächsten Feuergefecht in der deutschen Basis.

Dieser Abschnitt der Nordlys Kampagne war für mich das grafische Highlight eines ohnehin wunderschönen Battlefield 5. Shadow hat auch hier wieder ganze Arbeit geleistet, sodass ich auch auf den kleinsten Pixel nicht verzichten musste. Wie gewohnt waren die Grafikeinstellungen auf die höchste Stufe eingestellt, trotzdem konnte ich keine Latenz, oder Ruckeln feststellen. Das hat den atemberaubend schönen Spaziergang durch Norwegen noch einmal aufgewertet.

Fazit

Das Schnee in der Realität wunderschön sein kann, ist nichts neues. Das Schnee allerdings auch in Videospielen gut aussehen kann, ist doch noch relativ neu. Wenn man sich an die Schneelevel aus Klassikern wie Goldeneye zurückerinnert, kann man erkennen, dass sich einiges getan hat. Aber um die weiße Pracht in neueren Games auch voll und ganz genießen zu können, braucht man meistens einen sehr starken PC, oder auch nicht. Selbst in hektischen Momenten mit viel Schnee, konnte Shadow problemlos abliefern. Die Einstellungen waren stets hoch, und die Spiele zu jederzeit flüssig, obwohl wir uns dem Gefrierpunkt genähert haben. Bei so einer Leistung, wird einem warm ums Herz.