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Cloud-Dienste: Stadia, GeForce Now, Shadow und mehr aus Sicht eines Benutzers

Wir haben einen Benutzer verschiedener Cloud-Dienste interviewt, um herauszufinden, wie sich die Dienste voneinander unterscheiden. Dies ist seine Geschichte.

22. Mai 2020 zuvor veröffentlicht

Cloud-Dienste: Eine Benutzergeschichte

Inzwischen sind zahllose neue Cloud-Dienste auf den Markt gekommen (was wunderbar ist, da es ein Beweis dafür ist, dass die Branche zu einer legitimen Lösung geworden ist). Es ist jedoch schwer, Informationen darüber zu finden, wie sich die Erfahrungen zwischen den einzelnen Plattformen unterscheiden.

Doch dann stießen wir auf Francisco. Wir haben einen Beitrag von ihm gefunden, in dem er seine Erfahrungen mit verschiedenen Cloud-Diensten schildert, darunter auch mit Shadow. So haben wir also beschlossen ihn zu fragen, ob wir ihn für eine Benutzergeschichte interviewen könnten. Er hat sofort zugesagt. Unser Interview war darauf ausgelegt, ihm die Möglichkeit zu geben, seine Erfahrungen und seine Sichtweise zu schildern. Zuerst jedoch ein wenig Kontext.

Kontext: Francisco

„Shadow ist das System, das ich zuletzt ausprobiert habe.“

Für Francisco ging es nicht um Shadow. Es ging ihm nicht um GeForce Now, Stadia oder irgendeinen anderen Dienst. Was er brauchte, war eine Lösung.

Er arbeitet in der IT-Branche und reist viel umher. Eine Sache, die er in den meisten Threads auf Reddit über Cloud-Streaming-Dienste vermisste, war der nötige Kontext. Aus diesem Grund hat er seinen eigenen Beitrag geschrieben. Er meint: „Vielleicht ist dieser Beitrag nicht für alle interessant, aber Kontext ist wichtig.“

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Als Gamer wollte Francisco auch auf seinen vielen Reisen nicht auf seine Spiele verzichten. Wirklich leistungsstarke Gaming-Laptops sind jedoch oft sehr klobig, außerdem erschien es ihm keine gute Lösung, seinen Gaming-Laptop auch als Arbeitslaptop zu verwenden.

Er wollte unbedingt eine Lösung für dieses Problem finden. Als Erstes probierte er externe Grafikkarten aus.

Solche Grafikkarten machen es möglich, mit einem kleineren Laptop zu arbeiten und nach Feierabend trotzdem Spiele zu spielen. Da diese Grafikkarten jedoch auch sehr klobig sind, waren sie für ihn keine Lösung. Außerdem gab er an, dass er wegen der Grafikkarten vor beinahe jedem Flug Probleme bei der Sicherheitskontrolle hatte (was Sinn ergibt, wenn man darüber nachdenkt). Das größte Problem war jedoch, dass die Grafikkarten ziemlich schwer sind, was dem Sinn der Sache widersprach, mit leichtem Gepäck zu reisen.

Er erkannte, dass für ihn nur eine Lösung wirklich in Frage kam: Cloud-Streaming. 

Erste Gehversuche

Der erste Cloud-Streaming-Dienst, den Francisco ausprobierte, war Google Stadia. „Ich habe mich frühzeitig für einen Zugang beworben. Meine ersten Erfahrungen waren ehrlich gesagt ziemlich gut. Ich habe Spiele in 4K-HDR-Qualität ohne nennenswerte Verzögerung auf einem Fernseher gespielt.“

Er war wirklich ziemlich begeistert davon. Google Stadia wurde zu seinem treuen und effizienten Reisebegleiter. Seine Erfahrungen auf seinen Reisen waren nicht schlecht, aber auch nicht immer perfekt. „Es hat mir ziemlich gut gefallen.“ Er wusste es auch sehr zu schätzen,  dass die Benutzeroberfläche leicht zu bedienen ist.

Aber irgendwann begann er, sich eingeschränkt zu fühlen. Zum damaligen Zeitpunkt gab es keine Android-App, er wollte seine Gaming-Erfahrung jedoch am liebsten auf Mobilgeräte übertragen (wir gehen etwas später noch genauer auf seinen Wunsch nach einer soliden mobilen Erfahrung ein). 

Schlussendlich wurde zwar eine Android-App veröffentlicht, diese benötigte jedoch eine WLAN-Verbindung und funktionierte nicht über 3G – sie war zu restriktiv. 

Sein Fazit zu Stadia lautet: „Die Auswahl an Spielen ist extrem begrenzt.“ Er selbst habe nur ein Spiel über Stadia gekauft. Es sei ihm schwergefallen, den Kauf eines Spiels zu rechtfertigen, das er auf Steam zum halben Preis kaufen konnte.

Die Antwort scheint in der Cloud zu liegen

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Nachdem Francisco Stadia ausprobiert hatte, wollte er wissen, welche Alternativen es gibt und diese ebenfalls ausprobieren. Als Nächstes testete er GeForce Now. „Ich hatte den Eindruck, dass es Google Stadia optisch überlegen ist, aber auch einen höheren Datenverbrauch aufweist.“

Francisco bemerkte sofort, dass sich die Performance auf Reisen verschlechterte (wodurch sein ursprüngliches Problem weiterhin ungelöst blieb).

„Mir hat GeForce Now sehr gut gefallen (auch wenn die Performance unterwegs viel schlechter war), aber dann wurden viele Spiele auf einmal entfernt. Ohne die umfangreiche Bibliothek hatte der Dienst auf einmal viel weniger zu bieten“, erklärte Francisco.

Er erwähnte, dass er den Cloud-Dienst auch auf seinem Smartphone nutzen konnte, und dass dies auch gut funktioniert habe. Die Möglichkeit, das PC-Erlebnis nahtlos auf sein Smartphone zu übertragen, habe ihn „süchtig“ gemacht. Weil es dem Dienst an Spielen mangelte, war er schlussendlich jedoch auch nicht die von ihm gewünschte Lösung.

Die passende Lösung

„Dann habe ich von Shadow erfahren.“

Er habe sich bereits im Januar 2020 angemeldet und „wartete sehnsüchtig“ auf die Aktivierung seines Shadow. Als der Zeitpunkt endlich gekommen war, wurde ihm eines schnell klar: „Shadow bietet von allem das Beste.“ 

Der einzigartige Aspekt sei für ihn gewesen, dass er Kontrolle über alles hatte. Die perfekte Lösung für all die Probleme, die seine Reisen mit sich brachten: „Ich kann meine Bandbreite je nach Standort anpassen,  was auf Reisen natürlich perfekt ist. In Gegenden mit schlechtem Empfang habe ich einfach die Übertragungsrate und die Auflösung angepasst.“

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Francisco ist auch ein großer Fan der mobilen App von Shadow. „Ich finde es toll, was ihr damit macht. Ich liebe es, dass ich die App einfach öffnen kann und direkt meine Steam-Bibliothek sehe.“ Er erklärte uns, dass er mittlerweile mehr auf seinem Mobilgerät als auf seinem PC spielt, was auf Shadow zurückzuführen ist. 

Er habe darüber nachgedacht, wieder auf einem normalen PC zu spielen, aber es funktionierte für ihn einfach nicht mehr. Shadow sei einfach „zu flexibel“. Gaming würde damit zum „Kinderspiel“.

Er erwähnte außerdem einen interessanten Punkt bezüglich der Kosten: „Wenn man sich die Kosten anschaut, muss man das große Ganze betrachten. Shadow ist etwas teurer, das stimmt, aber wenn man  

berücksichtigt, wie viele Möglichkeiten es einem bietet, ist der Preis gerechtfertigt.“

Für Francisco ist das einzige Problem mit Shadow, dass man an ein bestimmtes Rechenzentrum gebunden ist. „Meine einzige Sorge ist, dass das System auf dedizierter Hardware beruht, was bei weiteren Reisen (z. B. außerhalb Europas) zu Problemen führen könnte.“

Ein Blick in die Zukunft  

Es ist mehr als deutlich, dass Francisco viel Zeit darin investiert hat, die verschiedenen Dienste miteinander zu vergleichen. Und wir sind ihm dafür wirklich sehr dankbar. Es ist sehr einfach, über die Unterschiede zwischen verschiedenen Produkte zu mutmaßen (vor allem, wenn es um modernste Technologien geht), nur wenige Menschen nehmen sich jedoch die Zeit, die Vielfalt an Lösungen auf dem Markt gründlich miteinander zu vergleichen. 

Am Ende des Interviews haben wir Francisco noch gefragt, auf welche Entwicklungen hinsichtlich Shadow er sich am meisten freut:

„Ich bin schon ganz gespannt auf nächstes Jahr. Ich will unbedingt in 4K spielen. Oh Mann, ich freu mich unglaublich auf das 4K-Erlebnis! Und das auf dem Smartphone! Ich habe auch Lust darauf, Infinite auszuprobieren. Und zu schauen, wie das Ganze mit 5G läuft. Die Kombination aus Spielerfahrung und Mobilität wird einfach unglaublich sein. Ich glaube, Mobilität ist der Schlüssel. Das sind die Dinge, worauf ich mich am meisten freue.“ 

Seine Vorfreude auf die Zukunft von Shadow hat auch uns ein Lächeln ins Gesicht gezaubert (wir freuen uns auch schon darauf). Wir möchten uns ganz herzlich bei Francisco dafür bedanken, dass er sich die Zeit genommen hat, seine umfangreichen Erfahrungen mit uns zu teilen. Es hat uns wirklich Spaß gemacht, mit dir zu plaudern. Deshalb vielen Dank, Francisco! :)