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Mit Shadow schlaflose Nächte verbringen! Horror für kleines Geld

Mit Shadow schlaflose Nächte verbringen! Horror für kleines Geld

Wenn Ihr Euer Budget für Halloween bereits verplant oder verpulvert habt, könnt ihr trotzdem – dank Shadow - mit diesen günstigen Horrorgames eine Menge Spaß haben.

30. Oktober 2018 zuvor veröffentlicht

Halloween ist eine Zeit im Jahr, in der man viel Geld für allen möglichen Kram ausgibt. Kostüme, Schminke,  falsches Blut und Upgrades für den PC sorgen dafür, dass bei vielen das Halloween-Budget aufgebraucht ist, bevor die Nacht der Toten überhaupt eingetroffen ist.

Mir geht es nicht anders, deswegen habe ich für Euch meine Lieblings Horror Games für den kleinen Geldbeutel herausgesucht. Damit man auch in der furchterregendsten Nacht zocken kann.

Um das Horror-Feeling noch zu intensivieren, bietet es sich an, Shadow mit an einen entlegenen Ort zu nehmen. Es spielt sich bestimmt viel unheimlicher in einer leerstehenden Hütte, oder einem verlassenen Fabrikgelände. An solchen Orten sorgen selbst die kleinsten Nebengeräusche für ein Aufstellen der Nackenhaare. Also schnappt Euch eine Powerbank, Eurer Gamepad samt Handyhalterung, und begebt Euch an einen abgelegenen Ort, um es von dort aus mit diesen Horror-Klassikern aufzunehmen.

Resident Evil 4 HD Remake (19,99 €; im Sale jetzt nur 4,99 € auf Steam)

Der vierte Ableger der Resident Evil Serie gilt bei vielen Fans als einer der Besten, wenn nicht sogar als der beste Teil. Der Spieler schlüpft wieder einmal in die Rolle des Leon S. Kennedy, der die Tochter des Präsidenten, Ashley Graham, aus den Fängen der Los-Illuminados Sekte befreien soll.

Leon, der jetzt für die US-Regierung arbeitet, reist also schnurstracks nach Spanien, in das fiktive Dorf Pueblo, um sie zu finden. In gewohnter Resident-Evil-Manier merkt Leon ziemlich schnell, dass da etwas nicht mit rechten Dingen vor sich geht. Die Dorfbewohner wurden nämlich von dem Las-Plagas-Parasiten befallen, der sie zu willenlosen Tötungsmaschinen mutieren lässt.

Wie es bei Resident Evil nun mal so üblich ist, kämpft sich Leon durch Horden von Zombies, trifft dabei neue, sowie alte Weggefährten, und versucht die verschiedenen Rätsel möglichst schnell zu lösen. Was diesen Teil so besonders macht, ist seine einzigartige Atmosphäre in dem kleinen spanischen Dorf, sowie die Tatsache, dass man den Charakter das erste Mal aus der klassischen Third-Person-Perspektive steuert, in der die Kamera dem Charakter über die Schulter guckt.

Das war zum Release-Zeitpunkt noch eine riskante Entscheidung, da es damals noch nicht so viele Spiele aus dieser Perspektive gegeben hat. Das Risiko hat sich jedoch bezahlt gemacht! Mit einer guten Mischung aus Horror-Survival und Action ist das Spiel sehr gut bei den Fans angekommen, wohingegen die nächsten beiden Teile, die mehr auf Action gesetzt haben, sich nur mäßiger Beliebtheit erfreuen konnten.

Mit dem HD Remake gibt es jetzt auch keine Ausreden mehr dieses Spiel nicht zu spielen, falls man es, zum Release im Jahre 2005, verpasst haben sollte. Die Texturen von Charakteren und Umgebungen sind geglättet worden, und man spielt jetzt auch, wie heute mittlerweile Standard, mit 60 fps, was für ein deutlich flüssigeres Spielen sorgt.

Kurz gesagt: Wer Horrorfan ist und Resident Evil 4 noch nie gespielt hat, hat Nachholbedarf. Wer es damals schon, wie ich, auf Gamecube oder PS2 gespielt hat, weiß genau worauf er sich einlässt, und wird sich das HD Remake ohnehin kaufen. Vor allem im Steam Halloween Sale kann man hier nichts falsch machen!

Dead Space (14,99 €; im Sale jetzt nur 3,74 € auf Steam)

Mit Dead Space liefere ich Euch einen weiteren Klassiker im Horrorgenre. Bei dem 2008 erschienen Third-Person-Action-Horror-Spiel schlüpft man in die Rolle des Isaac Clarke. Isaac ist Ingenieur und hat den Auftrag, gemeinsam mit seinem Team, die Kommunikationsanlage des Minenraumschiffes USG Ishimura zu reparieren.

Als das Team das Schiff erreicht, merken sie gleich, dass das Schiff nur notdürftig beleuchtet ist, und die Besatzung nicht aufzufinden ist. Kurze Zeit später wird Isaac von seinem Team getrennt und kann nur durch Panzerglas zusehen, wie seine Kollegen von blutrünstigen Wesen in Stücke gerissen werden.

Und so macht sich Isaac alleine auf den Weg die Station zu reparieren, und herauszufinden was genau vorgefallen ist. Ihm stehen dabei zahlreiche Werkzeuge als Waffen zur Verfügung, die bekannteste ist der Plasma Cutter, mit dem man den Gegnern einzelne Gliedmaßen abschießen kann.

Nachdem man einige der sogenannten Necromorphs erledigt, und die ersten paar Logbucheinträge gehört hat, wird einem so langsam klar, dass der Rote Marker für das Blutbad verantwortlich ist. Dieser sendet nämlich breitbandige (EM-) Wellen aus, die physischen und psychischen Einfluss auf das Gewebe von Menschen hat, und sie zu seelenlosen Monstern mutieren lässt, die einem bei der ersten Gelegenheit in Stücke reißen. Aber woher kommt der Rote Marker, und warum werden die Effekte erst jetzt sichtbar, obwohl das Minenschiff schon länger auf dem Planeten arbeitet?

Dead Space war für mich ein persönliches Highlight der PS3-Erä. Ein wirklich unheimlich inszeniertes Raumschiff, mit grandiosem Soundtrack, toller und spannender Story, und wirklich sehr sehr gut getimten Jump-Scares haben bei mir das ein oder andere graue Haar verursacht. Deshalb kann ich jedem Sci-Fi-Horrorfan Dead Space nur ans Herz legen. Die Reise mit Isaac war eine meiner angsteinflößensten, aber auch einer meiner besten Erfahrungen mit Videospielen die ich je gemacht habe.

Layers of Fear ( 19,99 €; im Sale jetzt nur 4,99 € auf Steam)  

Layers of Fear ist eine psychedelische Reise in eine bröckelnde Psyche, die von den tragischen Ereignissen der Vergangenheit zerrissen wurde. Aus der Ego-Perspektive steuert man einen Künstler, der allmählich seinen Verstand verliert, oder zum Teil schon verloren hat. Er durchforstet sein viktorianisches Herrenhaus nach Hinweisen, was genau seine psychischen Probleme ausgelöst hat.

Mit der Zeit erfährt man immer mehr über die traurige Geschichte der Familie des Künstlers. So erfährt man beispielsweise, dass seine wunderschöne Frau und Muse, während eines verheerenden Brandes, schwer verletzt und entstellt wurde. Von den Folgen des Unfalls schwer deprimiert, begeht seine Frau Selbstmord.

Da der Künstler seine Sorgen nur noch im Alkohol ertränkt, wird ihm auch seine geliebte Tochter genommen, und kommt in ein Waisenhaus. All das und noch viel mehr erfährt der Spieler aber erst nach und nach. Stückchen für Stückchen fügt sich die, genial erzählte, Geschichte langsam zusammen, und erklärt den psychischen Verfall des Protagonisten.

Die wunderbar inszenierte Villa des Künstlers sorgt mit tollen Lichteffekten und wirklich ansehnlicher Grafik für das dazugehörige Schauergefühl. Je mehr man über die Familie des Künstlers erfährt, umso mehr ist man versucht weiterzuspielen, um noch mehr herauszufinden. Dabei kommen klassische Horrorelemente zum Einsatz: Beispielsweise das Ertönen einer Kinderstimme die ein Lied singt, obwohl niemand in dem Haus ist, oder dass ein Rollstuhl sich mal selbständig macht und schwebt.

Layers of Fear schafft es diese altbekannten Horrorelemente wieder schön in Szene zu setzen, und vermittelt dem Spieler einen erschreckenden Eindruck davon, wie es ist seinen Verstand zu verlieren. Außerdem setzt es darauf, den Spieler mit gutem Soundtrack und einer traurigen und deprimierenden Geschichte einen Schrecken einzujagen, anstatt dass furchtbare Monster aus dem Nichts erscheinen und einen via Jump-Scare erschrecken.

Jeder der Lust auf eine gute Horrorstory mit wirklich toller Grafik und beeindruckenden Sound hat, sollte sich Layers of Fear nicht entgehen lassen.

Wenn Euer Halloween-Budget für diese Spiele nicht reicht, habe ich hier noch drei weitere völlig kostenfreie Horrorgames, die Ihr spielen könnt.

Ao Oni

Ao Oni (Blauer Dämon) ist ein Gratis Horror-Rollenspiel, dass es in vielen verschiedenen Versionen im Internet zu finden ist. Das Spiel dreht sich um einen Jungen, namens Hiroshi, der mit seinen Freunden in einer Villa von einem Monster verfolgt wird.

Anfangs zweifelt Hiroshi noch an der Existenz des Monsters, muss aber wenig später schon vor besagtem Monster fliehen und seine Freunde vor ihm retten. Dabei muss man immer wieder kleine Rätsel lösen, oder Gegenstände sammeln um voran zu kommen.

Als 2D Pixelgame passt Ao Oni nicht wirklich in das Muster der Horrorspiele. Das Spiel ist zum einen sehr gut beleuchtet, aufgrund der begrenzten Farbanzahl in solchen Spielen, zum anderen ist das Monster selbst, der Oni, meiner Meinung nach eher weniger furchteinflößend.

Was aber für unglaubliche Anspannung sorgt, ist das permanente Gefühl vom Monster verfolgt zu werden. Und selbst wenn man nach längerer Zeit einen seiner Freunde wiederfindet, kann es sein, dass es nur der Oni ist, der sich als einen deiner Freunde ausgibt. Das sorgt für einen ordentlichen Stresslevel.

Ich finde Ao Oni ist das perfekte low-budget Horrorspiel für Leute die nicht zu viel Horror mögen. Die freundlich aussehende 2D Pixelgrafik, das merkwürdig aussehende Monster, und die gute Beleuchtung lassen das Spiel, im Gegensatz zu Layers of Fear, sehr bunt und kindisch aussehen.

Der Soundtrack und die Story machen hier jedoch den Unterschied. Je mehr man über den Oni erfährt, desto unwohler fühlt man sich in der Villa, und der Soundtrack unterstreicht das perfekt. Headphones sind hier also Pflicht!

The uncle who works for Nintendo

The uncle who works for Nintendo ist eine browserbasierte Visual Novel, die in den 90ern spielt. Der Spieler ist ein Kind, dass die Nacht bei seinem besten Freund verbringt. Dieser Freund hat einen Onkel, der für Nintendo arbeitet. Die Kinder pflanzen sich nach dem Essen vor den Fernseher und fangen an Videospiele zu spielen. Als der Spieler bei seinem Freund Konsolen und Videospiele entdeckt, die er zuvor noch nie gesehen hat, erklärt der Freund, dass er die Sachen von seinem Onkel hat.

Weil dieser bei Nintendo arbeitet, kommt er früher an solche Gerätschaften heran. Das ist das erste Mal dass der mysteriöse Onkel erwähnt wird, und es liegt von nun an am Spieler wie viel er daraus machen will. Entweder lässt man sich auf einen relativ ruhigen Videospieleabend ein, oder man stellt immer Fragen und Nachforschungen über den Onkel an. Dieser ist nämlich nirgendwo zu sehen, weder auf Familienbildern, noch auf dem Geburtstagskalender, nirgendwo gibt es auch nur das kleinste Anzeichen des besagten Onkels.

The uncle who works for Nintendo ist ein Spiel dass auf Euren Entscheidungen basiert und demnach die Story ändert. Und es gibt zahlreiche Entscheidungen, vom anfänglichen Abschied bei seiner Mutter, bis hin zum genaueren Untersuchen des Kaltgetränks des Vaters.

Die wirklich gut erzählte Story bringt auch fabelhafte musikalische Untermalung mit sich. Es gibt zahlreiche Enden, die durch die verschiedenen Entscheidungen des Spielers freigeschaltet werden, das gibt dem Spiel einiges an Replay-Value.

Da dieses Spiel eine Visual Novel ist, ist es für mich wie ein gutes Buch, nur das man hier mitbestimmen kann. Die grafische Darstellung beschränkt sich auf statische Bilder mit Comiccharakter, sowie der ausschlaggebende Text plus Soundtrack. Aber das reicht schon vollkommen aus um mehrere Stunden, fingernägelkauend, vor dem Bildschirm zu verbringen.

Sobald man das Spiel das erste mal beendet hat, fragt man sich, was wäre wenn ich mich dort für eine andere Option entschieden hätte? Wäre das Spiel dann anders verlaufen? Und genauso bekommt The uncle who works for Nintendo dich dazu, das Spiel wieder und wieder durchzuspielen, bis du alle Enden gesehen hast. So etwas gibt es in der heutigen Zeit leider nur noch selten.

Cry of Fear

In Cry of Fear spielt man den 19-jährigen Simon Henriksson aus Fäversholm. Eines Nachts wandert Simon alleine durch die Stadt und finden einen verletzten Mann, der ums Überleben kämpft. Als Simon ihm zur Hilfe eilen will, startet nicht weit entfernt ein Auto, und rast ungebremst in die beiden rein. Simon überlebt den Unfall, ist jedoch von nun an, von der Hüfte abwärts querschnittsgelähmt.

Um den Vorfall zu verarbeiten, rät Simons Psychologe ihm, seine Emotionen und Gedanken in einem Buch festzuhalten, um so die Geschehnisse besser verarbeiten zu können.

Und so beginnt, ähnlich wie bei Layers of Fear, die Reise in die Psyche des Protagonisten.

Die Handlung ist dabei in acht Kapitel unterteilt, und der Protagonist ist der gesunde Simon, der nicht im Rollstuhl sitzt. Am Anfang stapft Simon mit seiner Kamera durch ein finsteres Haus und macht Fotos von bestimmten Gegenständen. Sobald die Fotos gemacht sind, kommt ein schreiendes Gesicht aus der Dunkelheit und beendet das erste Level.

Jetzt beginnt die richtige Handlung. Simon findet sich am Unfallort wieder und wandert in der, scheinbar leeren, Stadt umher, auf der Suche nach Antworten. Immer wieder bekommt er dabei SMS von einer unbekannten Person, die ihn bittet, zu einem bestimmten Ort zu kommen. Dort angekommen, findet Simon nur eine Leiche, und trifft kurze Zeit später einen seltsamen Doktor, der eine Gasmaske trägt. Der Doktor gibt uns ein erstes Anzeichen davon, was in der Stadt vor sich geht, und rät einem, vorsichtig vorzugehen. Und so beginnt Simons Wanderung um die Wahrheit herauszufinden.

Cry of Fear behandelt bei dieser Reise Themen wie Depression, Panikattacken und Schizophrenie. Die kreativen Endbosse stellen dabei eine Bedrohung in Simon's dunkler Psyche dar. Diese Emotionen und Ängste zu konfrontiert Simon, um diese damit schlussendlich abzulegen.

Auch hier gibt es wieder sehr viele Entscheidungsmöglichkeiten, die alle Einfluss auf das weitere Spielgeschehen haben. Je nach den Entscheidungen, die Simon's Geisteszustand widerspiegeln, verändern sich auch die Bosse. Wenn man beispielsweise genug „gute“ Entscheidungen getroffen hat, bekämpft man den gesunden Simon als letzten Endboss. Wenn der dann besiegt ist, ist Simon auf dem Weg der Besserung. Hat man jedoch eher „schlechte“ Entscheidungen getroffen, so ist der letzte Endgegner Simon im Rollstuhl. Wenn der dann einmal besiegt ist, bekommt man gesagt, dass der Simon im Rollstuhl, also der wahre Simon, im echten Leben Suizid begangen hat, weil er nicht mehr mit seinen Dämonen fertig geworden ist.

Dieses Spiel geht einem wirklich unter die Haut und stellt auf beeindruckende Art und Weise den Kampf gegen psychische Probleme dar. Natürlich sind hier und da ein paar Schockmomente und unheimliche Wesen, aber die Story macht dieses Spiel so richtig interessant. Auch wenn das Spiel bereits 2012 erschienen ist, und die Grafik ein wenig angestaubt ist, so lohnt sich der Trip in Simons Psyche allemal.

Und wie hat Shadow abgeschnitten?

Das neueste der hier genannten Spiele ist Layers of Fear, aus dem Jahre 2016. Shadow hatte damit schon keinerlei Probleme, und ich konnte, wie gewohnt, alle Einstellungen auf die höchste Stufe stellen. Genauso erging es mir Resident Evil 4 und Dead Space. Beide Spiele haben schon das ein oder andere Jahr auf dem Buckel, und waren mit ihren Systemanforderungen kein wirklicher Auftrag für meinen Shadow.

Das die AAA-Titel einen ordentlich erschrecken können, brauchen wir gar nicht zu diskutieren. Daher bietet es sich bei den Free-To-Play Titeln an, sein Spiel einfach mit unter die Bettdecke, oder auf den Dachboden mitzunehmen. Da diese Spiele nicht auf Jump Scares und furchteinflößende Effekte setzen, sondern lieber auf eine fesselnde und verstörende Story zurückgreifen, ist die Umgebung in der man spielt umso wichtiger. Wenn man in einem dunklen Zimmer über die Zeilen des Uncles Who Works For Nintendo fliegt, bekommt man ein viel besseres Feeling, als wenn man es im beleuchteten Wohnzimmer auf der Couch spielt.

Von Vorne bis Hinten Horrorgaming auf der höchsten Stufe, Austin Powers würde sagen: „Herrlich, scheußlich, köstlich!“

Euer

Max